Von Hütten zu Hochhäusern, von Siedlungen zu Metropolen: Immer mehr Menschen leben immer dichter zusammen. Städte wachsen zu Megacities von 10 Millionen Einwohnern, die wiederum in Metropolregionen bis zu 35 Millionen Einwohnern ausufern.

2050 werden von zehn Milliarden Menschen geschätzt sechs Milliarden in Städten wohnen. Bauen wir Städte weiter in erster Linie aus Zement und Stahl, verursachen sie immense Treibhausgasemissionen. Auch Baustoffe wie Sand und der Baugrund werden knapp.

Damit Menschen in Städten nicht nur wohnen, sondern auch leben können, brauchen sie neben Obdach auch Infrastruktur, Arbeit und Mobilität. Kulturelle Entfaltung und politische Teilhabe gehören ebenso zur Stadt wie Erholung, Bildung und Gesundheit.

Die Technik verspricht Städte klüger zu machen: Smart Homes ermöglichen virtuelle Kommunikation, Smart Districts autonome Elektroautos. Weil immer mehr Menschen in Städten leben, holt innovative Stadtplanung mehr Natur in Städte. StadtforscherInnen und ArchitektInnen entwerfen Städte als lebende Organismen und Wohnblocks als Naturquartiere. Urbane Lebensqualität, so die Erkenntnis der Stadtforschung, ist individuell und nicht nur materiell zu ermessen. Sie entsteht in Gemeinschaftsgärten oder bei kollektiver Quartiersgestaltung. Viele bauliche Alternativen zur Schonung von Ressourcen sind in der Entwicklung. Vor dem Neubau könnten Nachverdichtung und Umnutzung stehen, Wolkenkratzer können auch aus Containern wachsen und schon etwas weniger Verkehr ermöglicht viel Freiraum.

Was ForscherInnen für das Wohnen und die Stadt der Zukunft entwickeln, bildet den Startpunkt für die große Zukunftsausstellung des Futuriums. Das Thema wird weiter getragen im Veranstaltungszentrum. Dort diskutieren ExpertInnen wie Laien bei Vorträgen, Workshops und weiteren Formaten aktuelle Entwicklungen rund um die Themen Wohnen und Stadt. Eigene Planungen zur Stadt der Zukunft können BesucherInnen im Futurium Lab unternehmen.