Essen nährt und ernährt, stiftet Sinn und ist sinnlich, bereitet Freude durch Genuss und Geselligkeit. Die Nahrungsfülle in Industrie- und Teilen der Schwellenländer ist zweifellos eine Erfolgsgeschichte. Doch immer noch leiden etwa 800 Millionen Menschen Hunger und zwei Milliarden kämpfen mit Mangelernährung. In gut 30 Jahren, schätzen die Berechnungen der Vereinten Nationen zur Bevölkerungsentwicklung, muss der Tisch für ca. zehn Milliarden Menschen gedeckt werden – und dies, so die qualitative Forderung, ausreichend und mit gesunder Nahrung, deren Produktion Umwelt und Tierwohl gleichermaßen respektieren muss.

Die Forschung bietet Lösungen: Fleisch aus dem Labor, Gemüsefarmen in Hochhäusern und Plantagen unter Wasser. Eine moderne Pflanzenzucht soll  Erträge steigern und die Umwelt schützen. Was es genau mit solchen Lösungen auf sich hat, vermittelt gute Wissenschaftskommunikation. Welche Chancen und Risiken damit verbunden sind, müssen wir gemeinsam abwägen.

Neues Altes gibt es natürlich auch. Insekten und Algen sind verloren gegangene, wieder zu entdeckende Nahrungsquellen. Der Biolandbau verspricht Einklang mit Natur und Tier. Auch hier erforschen WissenschaftlerInnen das Aufwand-Nutzen-Verhältnis, ob mit Biokost alle satt werden und gleichzeitig der Klimawandel verlangsamt werden kann.

Inzwischen mehren sich wissenschaftliche Hinweise, dass auch bei der Ernährung weniger manchmal mehr ist. Psychologie und Sozialwissenschaft erklären, wie man seinen Ernährungsstil langfristig gesünder gestalten kann.

Was ForscherInnen für die Äcker und Teller der Zukunft entwickeln, Aufwand und Nutzen, Chancen und Risiken, bildet den Startpunkt für die  große Zukunftsausstellung des Futurium. Das Thema wird weiter getragen im Veranstaltungszentrum. Dort diskutieren ExpertInnen wie Laien bei Vorträgen, Workshops und weiteren Formaten aktuelle Entwicklungen rund um die Ernährungszukunft. Praktische Erfahrungen mit der Küche der Zukunft bietet das Futurium Lab: Hier können Gerichte der Zukunft erfunden, gekocht und probiert werden.