Kohle, Erdgas und Öl sind die Treibstoffe der Weltwirtschaft. Auch Dank fossiler Energieträger ist in vielen Teilen der Welt der Lebensstandard rasant gestiegen. Doch die Vorkommen sind endlich und ihre Nutzung mit Schäden für die Umwelt verbunden. 1,2 Milliarden Menschen haben nach Schätzungen der Vereinten Nationen keinen Zugang zu einer dauerhaften Energieversorgung. Beim Thema Klimawandel ist die Wissenschaft eindeutig. Nach Aussagen des Weltklimarats erwärmen sich Erdatmosphäre und Ozeane überwiegend auf Grund menschlichen Einflusses. Hauptursache ist die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl.

Das Energiesystem von morgen muss allen Menschen zur Verfügung stehen, die Umwelt schonen und den Klimawandel begrenzen. Die Grundlagenforschung versucht, saubere Energie durch Verschmelzung von Atomkernen zu gewinnen. Neue Materialien, kaum stärker als ein Kohlenstoffatom, könnten den Energiebedarf in ungeahntem Maß verringern. Erneuerbare Energiequellen sind sauber und an vielen Orten einsetzbar. Auch hier erschließen Forschung und Wissenschaft neue Wege: neue Quellen wie zum Beispiel Bakterien, die Strömungen der Meere und sogar den Menschen selbst. Eine vollständige Versorgung durch Erneuerbare Energien mittels intelligenter Stromnetze ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Zukunftsweisende Ansätze vereinen dabei die Senkung des Energieverbrauchs und die Steigerung von Lebensqualität.

Was ForscherInnen für das Energiesystem der Zukunft entwickeln, Aufwand und Nutzen, Chancen und Risiken, bildet den Startpunkt für die große Zukunftsausstellung des Futurium. Das Thema wird weiter getragen im Veranstaltungszentrum. Dort diskutieren ExpertInnen wie Laien bei Vorträgen, Workshops und weiteren Formaten Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Energiezukünfte. Praktische Erfahrungen bietet das Futurium Lab: Hier kann beispielsweise ein Energieversorgungssystem im Modell geplant und spielerisch umgesetzt werden.